Cam Scanner – Phone PDF Creator

02.11.2015 | von: | Kategorie: Office & Business Schlagworte: , ,
Funktionsumfang
Nutzerfreundlichkeit
Datenschutz
Preis/Leistung
Durchschnitt:
Gesamtbewertung:
Eure Bewertung:
[Gesamt:0    Durchschnitt: 0/5]
Um eine Bewertung abzugeben, fahre einfach mit der Maus über die entsprechende Anzahl an Sternen und mach einen Linksklick.

Der Scanner für die Hosentasche

Im geschäftlichen Alltag kann es von Zeit zu Zeit vorkommen, dass man vor sich auf dem Tisch ein oder mehrere (wie auch immer geartete) Schriftstücke hat, die man gerne für die Ewigkeit digitalisieren möchte. Sei es die Sammlung von Tankquittungen, säuberlich angefertigte Notizen beim Termin oder der Schmierzettel aus der Kneipe, mit der nächsten Millionen-Idee.

Da man in solchen Momenten selten einen Scanner in der Tasche hat, bietet es sich an, die Möglichkeiten des Smartphones zu nutzen. Wem ein einfacher Schnappschuss mit der Kamera nicht reicht, kann auf die App „Cam Scanner – Phone PDF Creator“ zurückgreifen.

„Scannen“, bearbeiten und teilen – das bietet Euch der Cam Scanner

Zugegeben, die Erwartungen an den Funktionsumfang waren nicht sonderlich hoch. Denn ein Scanner ist nun einmal ein einfacheres Gerät. Trotzdem haben die Entwickler es geschafft, einige interessante Zusatzfunktionen einzubauen. Aber beginnen wir der Reihe nach. Die App arbeitet grundsätzlich in vier Schritten:

  1. „Scannen“ – heißt hier so viel wie fotografieren. Das Dokument der Begierde wird einfach direkt aus der App heraus abfotografiert. Damit sind wir auch mit Schritt 1 bereits fertig.
  2. Zuschneiden – da man beim fotografieren meistens noch ein Stück „Hintergrund“ erwischt, muss das Bild zugeschnitten werden. Dies macht die App im ersten Schritt automatisch. Überraschend akkurat wird hier das Stück Papier vom Hintergrund getrennt. Natürlich kann man das Ergebnis noch manuell fein justieren. Bei meinen Versuchen war dies aber meist nicht nötig, jedoch war der Kontrast zwischen Tisch und Papier auch stark. Weißes Papier auf weißen Tisch ist da schön blöder. Weiterhin wird hier automatisch eine Art „Trapezkorrektur“ vorgenommen. Wenn ich also das Papier in einem Winkel fotografiere, wird dieser von der App begradigt, feine Sache.
  3. Bearbeiten – in diesem Schritt kann man das Dokument „aufhübschen“, damit es nicht so nach Foto aussieht. Auch hier haben wir die Wahl zwischen verschiedenen, vorgegebenen Filtern und einer manuellen Bearbeitung (Kontrast, Helligkeit, Detailschärfe und Drehung). Das Ergebnis kann sich sehen lassen, wirkt das Dokument doch tatsächlich nicht mehr wie ein normales Kamerabild.
  4. Teilen – Mit dem fertigen Dokument, welches als Bild oder PDF zur Verfügung steht, kann man nun die Welt erfreuen. Ob per Mail, Wifi, Dropbox oder Bluetooth – das Dokument kann unter die Leute gebracht werden. Eindeutig hilfreich ist die „Schick mir selbst das Ding per Mail“ Funktion. Damit hat man mit zwei Klicks das Dokument sicher im Posteingang. Wer sich bei dem Anbieter registriert und sogar die kostenpflichtige Version erwirbt, kann die Daten auch in der eigenen Cloud speichern und für Kollegen und Freunde freigeben.

Zusätzlich zu diesen vier Schritten bietet die App aber noch das Hinzufügen von Wasserzeichen und Notizen (hierfür ist eine weitere App notwendig) an. Darüber hinaus lässt sich das Dokument noch mit einer „OCR-Erkennung“ pimpen. Auch hierfür wird eine extra App gebraucht, welche anschließend das Dokument ausliest und durchsuchbar macht.

Nun zur Frage aller Fragen: Wie gut ist das Ergebnis?

Was auf dem Smartphone – Bildschirm noch echt super aussieht, sorgt auf dem großen Bruder für etwas Ernüchterung. Das Dokument ist zwar kontraststark und lesbar, jedoch scheinen die Zeichen etwas verschwommen und die Zeilen laufen in leichten Schlängellinien. Ich würde spontan mutmaßen, dass dies an der Trapezkorrektur liegt.

Ein Satz noch zu der Durchsuchbarkeit: Diese ist eindeutig verbesserungswürdig. In meinen Versuchen, mit einem ausgedruckten Text, hat die App Un meng en an Lee rze ich en pr o duzier t. Damit war die Suchfunktion ziemlich sinnlos. Diese funktioniert zwar, jedoch nur, wenn man aus dem Text das Wort mit den zusätzlichen Leerzeichen kopiert und dann danach sucht. Dass das nicht Sinn und Zweck der Suche ist, brauche ich eigentlich nicht erwähnen.

Scannen per Knopfdruck – so „schwer“ ist es …

Die Optik der App ist sehr übersichtlich, was die Handhabung erheblich vereinfacht. Die Icons sind gut abgehoben und von der Größe optimal gewählt.

Auch wenn man am Anfang etwas nervös wird, da das Funktions-Tutorial nur ein Schnelldurchlauf durch den Vorgang ist und ziemlich mit Informationen geizt, merkt man schnell die Einfachheit des Programmes. Spätestens wenn jeder Button einmal gedrückt wurde, sind die Funktionen klar. Auch die Menüs sind entsprechend übersichtlich gestaltet und ausreichend beschrieben.

Berechtigungen und Datenschutz – das braucht der Scanner

Vornehme Zurückhaltung übt die App beim Abgreifen der Daten. Folgende Berechtigungen müssen freigeben werden:

  • Fotos/Medien
  • In-App-Käufe
  • Kamera
  • Geräte ID & Anrufinformationen

Die Liste ist nicht nur kurz, sondern in Verbindung mit den Funktionen auch sinnvoll. Eine Registrierung ist zusätzlich möglich, jedoch für den einfachen Gebrauch nicht notwendig. Zusätzlich zu meinen positiven Eindruck, sagt mir auch „Avast“ freudig, das der Cam Scanner – Phone PDF Creator safe ist.

Fazit

Die leicht zu bedienende und übersichtliche App ist ein brauchbarer Scanner für Unterwegs. Egal ob es nun die Notizen, ein paar Unterlagen oder die Tankquittungen sind, für den alltäglichen Gebrauch ist die App, trotz der beschriebenen Qualitätsverluste, sinnvoll und nutzbar. Wenn man allerdings die Wahl zwischen einem richtigen Scanner und dem „Cam Scanner – Phone PDF Creator“ hat, würde ich zur „alten Schule“ tendieren.